Gemeinsam den Wandel der Kulturlandschaft gestalten: Zukunft ehemaliger Weinbergsflächen an der Mosel


Der Strukturwandel im Weinbau führt insbesondere in den Steillagen der Mosel zur Aufgabe von Rebflächen. Wie können diese Flächen sinnvoll und langfristig entwickelt werden? Um ungepflegte Brachen und unkoordinierte Maßnahmen zu vermeiden, ist ein abgestimmtes Vorgehen von Gemeinden, Eigentümern und Fachverwaltungen nötig.

Ein möglicher Ansatz ist die Beweidung mit Schafen und Ziegen. Sie trägt dazu bei, Weinbergsbrachen offen zu halten, die Kulturlandschaft zu erhalten und die biologische Vielfalt zu fördern. Vorgestellt werden Erfahrungen und laufende Projekte, notwendige Rahmenbedingungen und Qualifizierungsmöglichkeiten für Tierhalter.

Denkbar ist die ökologische Aufwertung von Brachen im Rahmen eines Ökokontos. Eine artenreiche Vegetation, heimische Gehölze oder neue Lebensraumstrukturen schaffen ökologisch wertvolle Flächen, die als Ausgleich für zukünftige Eingriffe angerechnet werden können.

Wo eine dauerhafte Offenhaltung nicht sinnvoll oder möglich ist, kann auch eine gezielte Sukzession des Waldes in Betracht kommen. Dabei sind rechtliche, naturschutzfachliche und forstliche Vorgaben zu berücksichtigen. Wann ist eine natürliche Waldentwicklung sinnvoll, und welche Möglichkeiten haben Gemeinden zur langfristigen Steuerung?

Querterrassen im Weinberg können ökologische und betriebswirtschaftliche Vorteile bieten. Querbau in Steillagen reduziert Oberflächenabfluss sowie Bodenerosion und fördert die Biodiversität. Optimierte Arbeitsabläufe senken den Bewirtschaftungsaufwand und sichern die langfristige Ertragsfähigkeit.

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